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18 -October -2019 - 20:28

«Schöner wäre es, wenn ich ein Tor geschossen hätte»

Dominik Kuhn heisst die neue Sturmspitze des FC Tuggen. Der 22-Jährige zeigte bisher zwei engagierte Auftritte, ein Torerfolg blieb ihm aber verwehrt. Dies will er am Samstag gegen seinen Ex-Trainer Stefan Goll nachholen. Tuggen spielt auf dem Juchhof gegen YF Juventus.

Kuhn Zweikampf1
Dominik Kuhn strebt sein erstes Meisterschaftstor für Tuggen an (Archivbild: Carlo Stuppia)

Gleich zwei Ligen auf einen Schlag übersprang Dominik Kuhn mit dem Transfer vom interregionalen Zweitligisten Höngg zum FC Tuggen. Zwei Wochen Probetraining und Einsätze in Testspielen überzeugten Tuggens Trainer Adrian Allenspach offenbar von den Qualitäten Kuhns. «Für mich war der Wechsel nicht einfach. Ich spielte drei Jahre bei Höngg, hatte viele Freunde dort. Man hat mir aber keine Steine in den Weg gelegt und mir den Transfer gegönnt. Nun freue ich mich natürlich über die Chance, die mir hier geboten wird», so Kuhn.

Er könne in jedem Training in Tuggen profitieren, sagt der Stürmer weiter. «Von Trainer Allenspach, der ja selber Stürmer war und mir immer wieder kleine Inputs gibt; aber auch von der Mannschaft, die aus vielen ehemaligen Profis und starken Spielern besteht.» Dass das Team nur dreimal in der Woche trainiert, sei für Kuhn kein Problem. «Ich kenne dies vom SV Höngg. Ausserdem: Wenn man sich verbessern will, macht man mehr. Neben den Mannschaftstrainings arbeite ich fast täglich an Kraft und Schnelligkeit.»

«Würde gerne länger bleiben»
Kuhn ist willig und ambitioniert. Geht es nach ihm, ist Tuggen eine weitere Station auf dem Weg in eine höhere Liga. Die Jugendjahre verbrachte der junge Zürcher bei seinem Stammverein Effretikon, in der Jugendabteilung des FC Zürich und bei Veltheim, bis er dann schliesslich im Alter von 16 Jahren für die erste Mannschaft Effretikons debütierte. Im Winter 2012 folgte der Transfer zu Höngg in die 1. Liga, und nun, drei Jahre später, der Wechsel an die Linthstrasse, wo er nun vorerst bis Sommer leihweise an den FC Tuggen gebunden ist. «Geht es nach mir, würde ich natürlich gerne länger bleiben», so Kuhn. «Mein Ziel ist es, eines Tages in einer noch höheren Liga zu spielen.»

Vorerst gilt seine Konzentration aber den Blau-Weissen. Kuhn kannte den FCT natürlich schon vor dem Transfer. «Von den Cup-Spielen gegen Zürich oder Basel, aber auch von der Liga. Ich spielte schon mehrfach gegen Tuggen. Das war schon immer eine gute Mannschaft mit vorbildlichem Kampfgeist, die rennt bis zum Schluss. Dies entspricht auch meiner Art, Fussball zu spielen.»

Zweimal lief er bisher für Tuggen in Pflichtspielen auf. Mit seiner persönlichen Leistung ist Kuhn eigentlich zufrieden. «Ich hoffte natürlich, dass ich jeweils von Beginn weg spielen könnte. Umso schöner, dass es bereits zweimal geklappt hat.» Kuhn fiel vor allem durch seine Laufstärke auf, noch nicht aber durch seine Torgefährlichkeit «Mir lief es gut – noch schöner wäre es aber, wenn ich ein Tor erzielt hätte. Nun hoffe ich, das mir dies am Samstag bei YF Juventus und somit gegen meinen Ex-Trainer Stefan Goll gelingt», blickt Kuhn auf das morgige Spiel auf dem Zürcher Juchhof voraus. Goll, der Höngg mehrere Jahre trainierte, stieg in der letzten Saison zusammen mit Kuhn von der 1. Liga Classic in die 2. Liga interregional ab.

Vier ehemalige Tuggner bei YF
Gegen YF Juventus trifft nicht nur Kuhn, sondern auch die ganze Tuggner Mannschaft auf alte Bekannte. Gleich vier ehemalige Tuggner stehen im Kader des Stadtzürcher Clubs: Almir Murati, Vilson Doda, Nicolas Huber und Valon Ahmetaj. Man kennt sich also. Die Affiche hat einen gewissen Derbycharakter – erst recht, wenn man die letzten Aufeinandertreffer der beiden Vereine betrachtet, die jeweils viele Emotionen, Tore und Karten beinhalteten. In der Vorsaison musste Tuggen zweimal als Verlierer vom Platz – mit einem Gesamtskore von 2:10.

Kuhn ist zuversichtlich, dass Tuggen nach dem Remis gegen Rapperswil-Jona und der 0:3-Pleite gegen Köniz wieder auf die Erfolgsstrasse zurückkehren wird. «Die Niederlage ist vergessen. Wir verloren verdient, Köniz war besser. Vielmehr besinnen wir uns auf die Partie gegen Rapperswil-Jona. Da zeigten wir phasenweise richtig guten Fussball.»

Bei Tuggen fehlen – neben den Torhütern Gallo und Waldvogel – nach wie vor Cyril Schiendorfer und Flavio Piperno verletzt. Gesperrt ist Raymond Tinner. Nach zwei Partien mit Fabian Gafner im Kasten wird der ehemalige Torhüter des FC Lachen/Altendorf, Yves Cardoso, sein Promotion-League-Debüt geben.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch


SC YF Juventus Zürich - FC Tuggen
Samstag, 15 Uhr, Juchhof 1, Zürich

 

0:3-Heimklatsche: Köniz bleibt Tuggens Angstgegner

Auch im fünften Anlauf holte der FC Tuggen gegen Köniz keine Punkte. Die Niederlage war diesmal aber weder unglücklich noch ärgerlich – die Berner waren schlicht besser.

Die vier vorherigen Duelle zwischen Tuggen und Köniz hatten einiges gemeinsam. Alle waren attraktiv für die Zuschauer. Alle waren von vielen Torszenen dominiert. Und alle entschied der Berner Quartierverein für sich. Aus Märchler Sicht waren diese Niederlagen auf unglückliche, unnötige oder ärgerliche Art und Weise zu Stande gekommen. Die fünfte Begegnung am Samstag nun schrieb jedoch ein neues Kapitel, denn Tuggen begegnete den Bernern diesmal nicht auf Augenhöhe, sondern war ihnen in allen Belangen unterlegen.

Dabei zeigte Tuggen nicht einmal eine durchwegs schlechte Leistung. Köniz aber zeigte auf, warum es zu den besten Mannschaften dieser Liga gehört. Die extreme Breite des Stadtberner Kaders machte es möglich, das Fehlen von Schlüsselspielern wie Dia Mbaye, Franjic oder Ciarrocchi problemlos zu kaschieren. "Sie haben eine unglaubliche individuelle Klasse", anerkannte nach dem Spiel auch Tuggens Assistenztrainer Albert Geiger.

Immer wieder über links
In der zwölften Minute waren Dominik Kuhn und Veton Krasniqi nicht weit vom Führungstreffer für die Gastgeber entfernt. Eine Minute später, im direkten Gegenangriff quasi, machte es Köniz besser. Ermin Gigic tankte sich scheinbar mühelos auf der linken Seite durch und bediente den sonst eher wirkungslosen Carlos Varela, der zur Führung einschoss. Es war nicht das erste und nicht das letzte Mal, dass Antonio Piperno und der jeweils zu Hilfe eilende Nico Weibel auf der rechten Tuggner Abwehrseite mit den Berner Vorstössen überfordert waren.

Das 2:0 für Köniz kurz nach der Pause war dann bereits die Entscheidung. Dino Rebronja nutzte einen Stellungsfehler von Tuggens Torhüter Fabian Gafner aus und bekundete keine Mühe, das Leder im Tor unterzubringen. Gigic machte dann den Sack definitiv zu.

Köniz aktiver und wacher
Tuggen war von Beginn weg bemüht, sich gegen die spielstarken Berner nicht zu verstecken und blieb stets aktiv. Viele, zu viele Aktionen wirkten aber uninspiriert und ideenlos. Es gelang dem FCT nicht, schöne Angriffe aufzubauen, geschweige denn, über einen längeren Zeitraum Druck auf das Könizer Gehäuse aufzubauen. Bezeichnenderweise waren mit Sandro Gugelmann und Raymond Tinner Defensivspieler für die grössten Torchancen verantwortlich.

Der FC Köniz – mit Bernhard Pulver und Hanspeter Zaugg von einem prominenten Trainerduo trainiert – machte es den Einheimischen aber auch alles andere als einfach. Sie suchten und gewannen Zweikämpfe, behielten im Mittelfeld über die ganze Spielzeit die Oberhand. Auffallend war auch, dass die Könizer im Gegensatz zu den Tuggnern immer in Bewegung waren, stets für Anspielstationen sorgten und die ballführenden Tuggner früh attackierten.

Ein Totalausfall war der Tuggner Auftritt am Samstag zwar nicht. Das Gezeigte reichte aber bei Weitem nicht, um den starken FC Köniz zu irgendeinem Zeitpunkt in Verlegenheit zu bringen.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch

 

Das erste 0:0 Tuggens seit exakt sechs Jahren

Der FC Tuggen spielt fast nie 0:0. Am Samstag im Derby gegen Rapperswil-Jona war es wieder so weit. Ein unglaublicher Zufall ist: Das letzte torlose Unentschieden liegt auf den Tag genau sechs Jahre zurück.

Es war wahrlich keine grosse Fussballkost, die den 920 Zuschauern am Samstag vorgesetzt wurde. Einige verliessen das Stadion Grünfeld gar vor dem Schlusspfiff. Es war absehbar, dass sich die beiden Rivalen torlos trennen würden. Die Gastgeber schienen sich schon mitten in der zweiten Halbzeit mit einem Punkt abgefunden zu haben. Die Tuggner waren zwar sichtlich bemüht, noch die Entschiedung herbeizuführen; die Handbremse aber blieb angezogen. 


«Natürlich hätten wir gerne den Siegtreffer erzielt; er wäre in meinen Augen verdient gewesen», sagte Tuggens Verteidiger Dominik Schiendorfer nach der Partie. «Aber wir wollten keinesfalls verlieren. In erster Linie wollen wir uns gegen die hintere Tabellenregion absichern, und dies ist uns mit dem Unentschieden gelungen. Ich kann mit dem Punkt gut leben.»

Anstatt alles zu riskieren auch mal einen Punkt mitnehmen – diese Qualität ist bei Tuggen, etwas überspitzt formuliert, ein Novum. In jüngerer Vergangenheit suchten die Märchler schon einige Male in der Schlussphase den Sieg, standen dann aber mit leeren Händen da. «Ich kann mich nicht erinnern, mit Tuggen je unentschieden gespielt zu haben», sagte denn auch Schiendorfer. In der Tat spielt der FCT nur sehr selten remis, noch seltener 0:0. Das letzte torlose Unentschieden in der Meisterschaft datiert vom 14. März 2009, also auf den Tag genau vor sechs Jahren. Gegner damals war Eschen/Mauren.

Vor der Pause ausgewechselt
Das Derby am Samstag verlief grösstenteils ereignisarm. In der ersten Halbzeit sorgte einzig der Rapperswiler Aussenverteidiger Fabio Schmid für Gesprächsstoff. Nach einer halben Stunde verwarnt, lief Schmid mit zwei unnötigen Fouls innert Kürze Gefahr, vom Platz zu fliegen. FCRJ-Trainer
Stefan Flühmann sah sich gezwungen, seinen akut rotgefährdeten Spieler noch vor dem Pausenpfiff vom Feld zu nehmen.

Der Penaltypfiff blieb aus
Der grösste Aufreger in der zweiten Halbzeit ereignete sich nach etwas mehr als 60 Minuten. Veton Krasniqi – mit einem perfekten Pass von Jonas Moser in Szene gesetzt – wurde beim Versuch, den Torhüter zu umspielen, vom FCRJ-Schlussmann Diego Yanz von den Beinen geholt. Der Pfiff blieb aus. Es war der wohl einzige Fehlentscheid der Schiedsrichterin Ghisletta, die das ruppige, aber nicht gehässige Spiel stets im Griff hatte.

Die Offensive des aktuellen Tabellenzweiten Rapperswil-Jona präsentierte sich an diesem Nachmittag erschreckend harmlos. Die St. Galler operierten immer wieder mit  hohen, weiten Bällen und konnten sich keine einzige nenenswerte Torchance notieren lassen. Dies lag aber auch an der gut organiserten Defensive der Gäste. Sandro Gugelmann, Davide D’Acunto und Rückkehrer Jonas Moser im zentralen Mittelfeld der Tuggner stoppten die Angriffe schon früh, obwohl alle drei nur schon aufgrund ihrer Körpergrösse nicht als Kopfballungeheuer bekannt sind. «Oberstes Ziel heute war, defensiv solide zu stehen und nicht viel zuzulassen. Dies ist uns gelungen», so Schiendorfer.

Mehr Spielanteile, kaum Ertrag
Offensiv versuchte Tuggen zwar immer wieder, Akzente zu setzen, doch die dichte Rapperswiler Hintermannschaft zeigte sich auf der Höhe ihrer Aufgabe. Auch Märchler Torchancen waren Mangelware. Und so muss sich der FC Tuggen – mehr Spielanteile hin oder her – mit diesem einen Punkt zufrieden geben.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch

 

Kuhn mit Karrieresprung in Promotion League!

Nachdem regionalfussball.ch bereits vermeldete hatte, dass Dominik Kuhn vom SV Höngg während zwei Wochen beim Promotion-League-Verein FC Tuggen mittrainierte, schliesst sich der junge Stürmer nun per sofort der Mannschaft von Trainer Allenspach an.